Franz Geisensetter siegt erstmals beim Obermain-Open und erkämpft Kreismeistertitel

Traditionell zum Saisonausklang hatten die Schachfreunde des SSV Burgkunstadt wieder zum „Obermain-Open“ im Hotel „Drei Kronen“ eingeladen. Seit vielen Jahren ist in dieses Turnier auch die Kreiseinzelmeisterschaft des Schachkreises Coburg/Kronach/Lichtenfels integriert, so dass der zu vergebende Kreismeistertitel einen zusätzlichen Anreiz darstellt. Leider war mit nur 14 Teilnehmern, davon 10 aus dem Schachkreis die Beteiligung relativ gering. Enttäuschend ist vor allem, daß die Vereine aus dem Schachkreis dieses hervorragende Angebot kaum nutzen um ihre Kräfte mit starken auswärtigen Schachspielern zu messen. Lediglich der SK Weidhausen (3 Teiln.), die 1951 Sonneberg und der gastgebende Verein mit je 2 Teilnehmern nutzten dieses hervorragende Angebot gut aus. Der Coburger SV, der SC Stockheim und der SV Neustadt waren mit je einem Teilnehmer vertreten. Erfreulicherweise nutzten 4 Jugendliche der SG Grün Weiß Leipzig dieses Turnier um Erfahrungen zu sammeln. Waren in den Vorjahren immer einige Hochkaräter mit Wertungszahlen (DWZ) über 2100 vertreten, so fehlten in diesem Jahr die absoluten Spitzenleute. Die besten Wertungszahlen hatten Franz Geisensetter (Sonneberg) mit 1890 und Jens Güther (SSV Burgkunstadt) mit 1874 aufzuweisen, die damit auch zu den Turnierfavoriten avancierten.

Bis auf das Remis von Olaf Knauer (SK Weidhausen) gegen Florian Schön einen aus der jungen Leipziger Garde verlief die erste Runde ohne Überraschungen. In Runde 2 gab es mit dem Remisen von Karl Heinz Jacob gegen Jens Güther und Robert Orendt gegen Gert Schillig überraschende Ergebnisse, Florian Schön sorgte für die nächste Überraschung, indem er den erfahrenen Oliver Will mit einem Gambit bereits in sechs Zügen zur Aufgabe zwang. In der dritten Runde gab es mit dem Duell der beiden Favoriten Franz Geisensetter gegen Jens Güther bereits die turnierentscheidende Partie, die mit einem souveränen Sieg von Franz Geisensetter endete. Der Coburger Robert Orendt sorgte mit seinem Sieg gegen Florian Schön dafür, daß die Bäume der „jungen Wilden“ nicht in den Himmel wuchsen. Für Schön sprang Moritz Pauscher in die Bresche, der ein fast verlorenes Spiel gegen Finn Knauer noch drehte. Die Spitzenpaarung in Runde 4 Geisensetter gegen Orendt endete mit einem Sonneberger Sieg, womit Franz Geisensetter den Turniersieg bereits in der Tasche hatte. Die Schlussrunde brachte keine großen Überraschungen mehr, Franz Geisensetter sicherte den Turniersieg mit einem schnellen Remis gegen Gert Schillig ab. Robert Orendt rückte mit seinem Sieg gegen Karl Heinz Jacob noch auf Rang 3 vor, während Moritz Pauscher und Florian Schön mit einem Sieg und einem Remis gegen Vater und Sohn Knauer nochmals für Furore sorgten. Den Titel des „Remisenkönigs“ sicherte sich Olaf Knauer mit sage und schreibe 4 Remisen. Für Furore sorgten die Leipziger Jugendspieler, insbesondere Florian Schön und Moritz Pauscher, die beide 2,5 Punkte erzielten und durchaus im Konzert der Großen mithalten konnten.

Bei der abschließenden Siegerehrung überreichte Turnierleiter Jens Güther den Siegern die Pokale, sowie Urkunden und Preisgeld. Neben den Preisen für die drei Erstplazierten erhielten auch die besten Jugendspieler Florian Schön, Moritz Pauscher (beide Grün Weiß Leipzig) und Finn Knauer (SK Weidhausen) kleine Geldpreise und Urkunden. Dem Veranstalter, allen voran dem Turnierleiter Jens Güther, muss man bescheinigen, dass er wieder ein schönes Turnier ausgerichtet hat, es wäre zu hoffen, dass im kommenden Jahr wieder mehr Vertreter aus dem heimischen Schachkreis teilnehmen.